Gesundheitsmanagement


Labordiagnostik

Die heutigen Haltungs- und Fütterungsbedinungen führen zum Teil zu einem massiv ansteigendem Infektionsdruck, oftmals einhergehend mit einer verminderten Abwehrleistung. Basierend auf einer aussagekräftigen Diagnostik werden situationsspezifische Bekämpfungsstrategien entwickelt und umgesetzt.

Ein Teil der Laboruntersuchungen führen wir selbst durch, alle anderen laborchemischen Untersuchungen können von uns in die Wege geleitet werden – wir arbeiten mit hochspezialisierten und zertifizierten Referenzlaboren zusammen, die einen hohen Analysestandard und schnelle Ergebnisübermittlung gewährleisten.

 

Parasitenbekämpfung

In der Umwelt finden sich häufig verschiedene infektiöse Parasitenstadien (Eier und Larven) unterschiedlichster Erreger. Die zur Behandlung zur Verfügung stehenden wenigen Wirkstoffe wirken jedoch nicht gegen alle Wurmarten und deren Entwicklungsstadien. Zudem verschärft sich bei nicht zweckmäßiger Anwendung infolge zunehmender  Resistenzlage die Möglichkeit der Medikamentenauswahl. Ziel der Entwurmung muss es sein, den Infektionsdruck so zu reduzieren dass es nicht zu einer Schädigung oder Erkrankung kommen kann.
Dies gelingt nur, wenn kontrolliert entwurmt (Einzel-/Sammelkotproben Untersuchung) und auch die Umgebung des Pferdes in die Bekämpfungsmaßnahmen mit einbezogen wird.
Um zu verhindern, dass Parasiten in den Bestand eingeschleppt werden, sollte jedes Pferd
vor der Einstallung behandelt werden. Da bei der Entwurmung verstärkt Parasiten ausgeschieden werden, sollten die
Pferde, je nachdem welcher Wirkstoff verwandt wurde, 1-3 Tage eingestallt
bleiben. Anschließend ist die Einstreu zu entfernen und der Stall zu reinigen. Prinzipiell
empfiehlt es  sich zeitgleiche, regelmäßige Entwurmungen bei allen Pferden eines Bestandes
gemäß eines Wurmkontrollprogrammes durchzuführen. Dieses Entwurmungsprogramm
ergibt sich aus dem Parasitenstatus eines Bestandes, der durch Kotprobenuntersuchungen
ermittelt und jährlich kontrolliert werden sollte.

 

Impfungen

Aufgrund der zunehmenden Reisefreudigkeit und der wachsenden Globalisierung  werden Infektionskrankheiten als Auslöser gefährlicher Epidemien immer bedeutender im Leben eines Pferdes.  Der Besuch internationaler Turniere oder die Gruppenhaltung stellen Gefahrenmomente des Erregeraustausches innerhalb einer Pferdepopulation dar, weshalb es immer bedeutender wird Schutzmaßnahmen für das Einzeltier als auch des gesamten Bestandes zu ergreifen.
Im Falle eines Infektionsausbruches lässt sich nur noch symptomatisch behandeln, wobei der Ausgang der Therapie kostenaufwendig und nicht immer vorhersehbar ist. Das betroffene Tier gilt zudem als Infektionsträger und gefährdet weitere Tiere, weshalb es isoliert werden sollte.
Bei dem heutigen Infektionsdruck stellen Impfungen eine sinnvolle, notwendige und kostengünstige Strategie dar. Zu beachten ist bei der Verwendung des Impfstoffes ist die Qualität des Schutzes, die Aktualität der verwendeten Impfkomponenten und deren Verträglichkeit.